Ankündigungen Frühjahr/Sommer 2019

Mangers Gedichte nah gelesen

Seminar und Vortrag von und mit Prof. Dr. Efrat Gal-Ed

am Samstag, den 6. April 2019:

16:00 - 17:30 / 18:00 - 19:30

im Dr. Alberto-Jonas-Haus, Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule

Karolinenstraße 35 (U-Bahn Messehallen)

1. Seminar: Itzik Mangers Gedichte verschränken das Lokale (Jiddische) mit dem Europäischen, verbinden neoromantische und modernistische Traditionen mit denen der jiddischen Folklore. Im Seminar wird eine kleine Gedichtauswahl auf Jiddisch und in deutscher Übersetzung gelesen und Mangers poetisches Verfahren erörtert.

2. Vortrag: Itzik Manger in Czernowitz

Itzik Manger wurde 1901 in Czernowitz geboren, damals noch Hauptstadt der k.u.k. Provinz Bukowina. Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs flüchtete die Familie nach Jassy. Der junge Dichter hielt sich aber seit 1919 in seiner Geburtsstadt immer wieder auf und trug wesentlich zum Aufbau der jiddischen Kultur dort bei.

Prof. Dr. Efrat Gal-Ed, Institut für Jüdische Studien, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Autorin von „Niemandssprache. Itzik Manger – ein europäischer Dichter“, Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag 2016.

 

 

28. April 2019 (Sonntag), voraussichtlich 16:00 - 17:30 / 18:00 - 19:30

Seminar und Vortrag: Verschlungene Pfade. Josef Burgs Leben und literarisches Werk mit besonderer Berücksichtigung der Bukowinischen und Czernowitzer Motive.

Prof. Dr. Armin Eidherr von der Paris-Lodron-Universität in Salzburg

1.) Seminar mit ausgewählten Texten auf Jiddisch.

In diesem Seminar werden ausgewählte Texte auf Jiddisch und auf Deutsch (mit beigegebenen Übersetzungen) gelesen, die typische Aspekte des Schaffens Josef Burgs beinhalten:

Motive aus seiner Kindheit in den Bukowinischen Vorkarpaten, Czernowitzer Szenen und Figuren, historische und andere jüdische Kontexte.

Außerdem werden die stilistischen und inhaltlichen Besonderheiten seines Schreibens und ihre Zeitabhängigkeit analytisch untersucht.

2.) Öffentlicher Vortrag zweisprachig, Textübersetzungen werden projiziert.

Der Vortrag gibt einen Einblick in das Leben des weit über Sprach- und Landesgrenzen berühmten jiddischen Schriftstellers.

Besondere Beachtung sollen dabei u.a. die prägenden Kindheitsjahre in Wishnitz am Fluss Czeremosz, die nationalsozialistische und sowjetische Zeit und die Verbundenheit mit Czernowitz finden – besonders wie all dies in seinem Werk, das in Ausschnitten auch im Original vorgestellt wird, zum Ausdruck kommt.

Was macht die Eigenart, das Besondere seiner Erzählkunst aus? – Diese Frage soll hinsichtlich der besonderen Sprache Burgs, seiner Motivik und der historischen und ideologischen Einflüsse zu beantworten versucht werden.

 

ERÖFFNUNGSWOCHE SALOMO-BIRNBAUM-BIBLIOTHEK
 
Montag, den 17.6. um 18 Uhr, Aula der Gedenkstätte Israelitische Töchterschule, Karolinenstraße 35:
Gedenkabend in Wort und Musik in Erinnerung an Dorothea Greve mit „Stella’s Morgenstern“ - New & Old Jewish Folk
 
Dienstag, den 18.6. um 17 Uhr, Vortragsraum im Gästehaus der Universität, Rothenbaumchaussee 34
Feierliche Eröffnung der Lehrbuchsammlung mit einer Ausstellung zu Leben und Wirken Salomo Birnbaums an der Universität Hamburg
 
18 Uhr Konzert mit Inge Mandos(Gesang), Klemens Kaatz(Piano, Akkordeon), Hans-Christian Jaenicke(Violine) und jiddischen Originalstimmen von Wachswalzenphonographen: "OVES – resonance of the past".